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Standard der Kooikerhondje

Standard des Kooikerhondje

VORWORT

Damit Mensch und Tier ein gutes Zusammenleben haben, ist eine vorgängige umfassende Information unerlässlich. Ein nicht Zusammenpassen der beiden kann fatale Folgen haben. Die wenigsten fragen sich dann, warum das so ist. So werden Fehler bei der Erziehung gemacht und man ist unglücklich, weil das Tier nicht sofort gehorcht, wie man es gerne möchte. Man lässt dem Tier keine oder nicht genügend Zeit zum lernen! Nehmen Sie sich Zeit und Geduld, denn es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen.

Steckbrief

Das Kooikerhondje kommt aus den Niederlanden
Gruppe 8, Sektion 2 (Stöberhunde)

Charakter

Es ist lieb, fröhlich und anhänglich. Es ist sehr wachsam und anpassungsfähig. Kurz gesagt, es sprüht vor Lebenslust. Obedience, Flyball, Dog-Dancing, Agility sind Sportarten, die das Kooikerhondje über alles liebt. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass das Kooikerhondje trotz seiner attraktiven, lieblichen Erscheinung ein Arbeitshund ist. Er ist ein sehr sensibles und hoch intelligentes Wesen, mit einem starken Charakter. Deshalb ist er für dominante, harte oder unsichere Menschen nicht geeignet. Es ist wichtig, dass er seinen Platz in der Familie hat. Er ist kein Kinderspielzeug, aber doch ein Kinderfreund, wenn er von ihnen nicht misshandelt wird.

Lachender Hund
Farbiger Hund von nahezu quadratischem Körperbau. Braun/weisse Kooiker und so genannte "Piraten", die leider in der Schweiz nicht zur Zucht zugelassen sind.
Pirat

Das Haar ist leicht zu pflegen, d.h. 1x täglich bürsten. Die Augen sind mandelförmig, dunkelbraun, mit sehr freundlichem Ausdruck. Die Ohren haben eine lange Behaarung mit schwarzen Haarspitzen (Ohrbellen genannt).
Gewicht 9-11 Kilo.
Die Lebenserwartung ist im Durchschnitt 14-15 Jahre.

Kooikerkartografie

Erziehung

Erfordert eine sensible Hand. Er ist nicht unbedingt schussfest und ist ein wenig schreckhaft bei lauten Geräuschen. Je nach Ausprägung des Charakters (mit 7-8 Monaten) muss die Erziehung konsequent, bei sensiblen Hunden vorsichtig aufbauend, ausfallen. Er ist nicht lärmend, aber wachsam und er ist im Haus auch gern unter Menschen. Draussen fühlt er sich sehr wohl. Auch vor Wanderungen bei Wind und Wetter schreckt er nicht zurück. Nicht jedermann ist Freund des sensiblen und intelligenten Kooikerhundes. Anfänglich kann er Zurückhaltung gegenüber Fremden, Kindern und Hunden die er nicht kennt, zeigen. Auch kann er sich mal zurückziehen, wenn er sich unsicher fühlt. Hat er sich an jemanden gewöhnt, dann wird er ihn sein Leben lang freudig begrüssen!

Gesundheit

Es wird angestrebt, Erbfaktoren wie Patellaluxation, Epilepsie, Katarakt, van Willebrand, auszuschliessen. Ehrlichkeit beim und vom Züchter ist ein MUSS.

Geschichtliches

Nun noch ein kleiner Rückblick auf diese sehr alte Rasse

Das Kooikerhondje kam bereits im 17. Jahrhundert auf den Familiengemälden vor. So ist dieser neugierige, aufmerksame Hund bereits auf Gemälden von Vermeer und Stehen zu finden. Im Oranien Nassau Museum bei de Ruise von Schloss Dillenburg hängt ein Bild von Prinz Wilhelm von Oranjen, welcher kurz vor Beendigung des Gemäldes von seinem Kooikerhund "Kuntze" vor einem Mordanschlag gerettet wurde.

Bild von Steen
Baroness van HardenbroeckTommie

Nach Jahren Vergessenheit ging Baronesse van Hardenbroeck van Ammerstol 1939 auf die Suche nach dem rot/weissen Hündchen. Sie fand in Friesland "Tommie" die Stamm-Mutter der heutigen Kooikerhunde. Der erste Wurf mit vier Hündinnen von "Tommie" und "Bennie" (aus Friesland, dessen Abstammung unbekannt ist) wurde unter dem Züchternamen van Walhalla 1942/43 eingetragen. 1966 wurde die Rasse vom Raad van Beheer vorläufig anerkannt, aber erst 1971 kam die offizielle Anerkennung mit dem heutigen geltenden Rassestandart. Im Jahre 1990 wurde das Kooikerhondje durch die FCI (Federation Cynologique International) als Rassehund anerkannt. In der Schweiz ist diese Rasse seit 2001 anerkannt.

Der Entenkooi

der Entenkooi

In den wasserreichen Niederlanden sind überall Entennester zu finden. Sie bestehen aus einem Nestplatz, umringt von hohem Wassergebüsch, damit das Wasserwild Brutgelegenheit und Ruhe findet. Am Rande des Ententeichs befinden sich Fangröhren, welche oben mit Maschendraht, seitlich mit Strohmatten abgedeckt sind und mit einer Fangkiste enden. Mit Futter und halbzahmen Enten lockt der Kooi-Boss die Flugenten auf den kleinen See; wo der Kooikerhund die neugierigen Enten mit seiner weissen buschigen Rute, immer tiefer in die Fangröhre lockt. Zu guter Letzt flüchten die Enten, vom Kooi-Boss aufgeschreckt, in die Fangkiste (Entenkooi), die anschlissend geschlossen wurde.
Foto eines EntenkooiZeichnung eines Entenkooi

Früher wurden die Enten in den Entenkooien nur für Konsumations-Zwecke gefangen. Heute werden die Kooien meistens für wissenschaftliche Forschungen oder zur Beringung der Wildenten benutzt.

JUNG UND ALT

Wenn ein junger Hund ins Haus kommt, freuen sich alle Familienmitglieder. Es ist ja auch wunderschön, mit einem jungen Hund zu spielen. Aber das kleine Geschöpf muss allerhand lernen. Von Sauberkeit bis zur Gehorsamkeit, und dies möglichst schnell. Man vergisst leicht, dass Tiere auch einmal alt werden. Leider ist es demzufolge nicht mehr so interessant. Er kann ja alles. Aber gerade hier sollte Respekt, Toleranz, Fürsorge und Liebe im Vordergrund stehen. Viele haben dann leider keine Zeit mehr für den alten Hund. Umso mehr sollte man Fürsorge und Toleranz haben. Auch wir werden älter und haben mit dem Hund viele Jahre zusammen verbracht. Das sollte uns sehr stolz machen.

Schlafender Hund
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